Buch „Machtmaschine“ – Warum Horst Köhler zurücktrat ist erschienen

Nach einem jahrelangen Rätseln versucht der Journalist Adamek des ARD, in seinem Buch dem auf dem Grund zu gehen. Seine Antwort lautet: Angela Merkel.

Horst Köhlers (CDU) Rücktritt gibt heute noch Rätsel auf

Der Buchtitel des Buches, geschrieben von Sascha Adamek, lautet „Machtmaschine – Sex, Lügen und Politik“. Erschienen ist das Buch im Heyne Verlag. Adamek ist ein renommierter Polit-Autor und Filmemacher bei der ARD. Er äußert sich dahingehend, dass Horst Köhlers Rücktritt auf Angela Merkel zurückzuführen ist. Er bezieht sich dabei auf die These, dass es der Kanzlerin an jeglichem Respekt gegenüber dem höchsten Staatsamt mangele und dies für sie nur ein Mittel zum Zweck ihrer höchstpersönlichen Machtentfaltung darstelle. Auf diesen Vorwurf sowie auf das Buch kam es zu keinerlei Äußerungen des Kanzleramtes, wie eine Anfrage von stern.de ergab. Es spricht jedoch sehr Vieles für diese aufgestellte These. Allein Merkels Weg, Köhler zum Bundespräsidenten zu machen, machte diese Haltung deutlich.

Das Buch

Köhler passte eher in Merkels Bild als sein Vorgänger Schäuble. Adamek betont, dass Merkel eher „ein Geschöpf“ in diesem Amt haben wolle, welches „ein Geschöpf der CDU-Vorsitzenden“ darstellen sollte. Im März des Jahres 2004 stand im CDU-Präsidium die Frage zur Diskussion, wer für die Partei der Kandidat sein solle. Zur Auswahl standen neben Köhler noch Schäuble und Annette Schavan. Erst zu einem späteren Zeitpunkt stellte sich heraus, dass Merkel bereits im Januar Köhler um das Amt bat.

 

Dies war ein peinlicher Fauxpas, da sie immer so tat, als würde sie Schäuble favorisieren. Dabei war dieser ihr politisch gesehen viel zu selbstständig. Sie wollte einen Präsidenten, der ihr nicht gefährlich werden konnte. Dies erkannte Schäuble leider zu spät. Dieser äußerte sich stern.de gegenüber, dass Adenauer „im Umgang mit Menschen doch noch skrupelloser“ gewesen sei.

 

Merkels Vorhaben, mit Köhler einen möglichst unauffälligen Mitstreiter in ihrem Amt zu haben, ging jedoch nicht auf. Köhler nahm seine Arbeit sehr ernst, blockierte Gesetze, wenn sie nach seiner Ansicht gegen die Verfassung verstießen. Einen derartigen Mitstreiter konnte die Kanzlerin nicht gebrauchen.

 

Köhler nannte Regierung „enttäuschend“

 

Trotz dieser Tatsache trat Köhler eine zweite Amtszeit an, womit Merkel die Bundestagswahl gewann. Anschließend kam es zum zentralen Konflikt zwischen Köhler und Merkel. Der Präsident kritisierte die Regierung immer weniger, selbst zum Missbrauch von Kindern seitens der katholischen Kirche kamen keine Äußerungen mehr von ihm.

 

Die Reaktion auf seine „enttäuschende“ Äußerung gegenüber der Kanzlerin erfolgte sofort.  Eine Falschmeldung seitens des Presseamtes seiner angeblichen Zustimmung zum Euro-Rettungsgesetz zufolge kam es zu Köhlers späteren Rücktritt.

 

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